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Food-Fotografie: Tipps für Anfänger und Profis

Die Food-Fotografie ist eine wichtige Aufgabe im Bereich der Fotografie und ebenso anspruchsvoll. Denn was wären Restaurants, Food-Magazine und Kochbücher ohne gelungene und ansprechende Food-Bilder? Dabei muss der Fotograf so einiges beachten. Von der Vorbereitung über den Einkauf der Lebensmittel und der Liebe zum Detail braucht der Fotograf mehr als nur Erfahrung in der Fotografie.

 

Einfache Food-Fotografie Tipps für Ihr perfektes Food-Foto

 

Sie haben ein tolles Gericht zubereitet und möchten es gerne auf einem Bild festhalten? Sie möchten in die Food-Fotografie einsteigen? Hier finden Sie einfache Tipps und ein paar Grundregeln für die Food-Fotografie. Damit können ambitionierte Hobbyfotografen, aber auch professionelle Fotografen jedes Gericht schön aussehen lassen. Auch ohne künstliche Effekte.

 

Food-Foto Tipp: Die richtige Vorbereitung

 

1. Der Einkauf

Nicht nur das fertige Food-Foto kann ein Hingucker sein, auch die Dokumentation des Prozesses. Daher beginnt ein Food-Foto oft schon beim Einkauf. Daher ist es wichtig, optisch perfekte Produkte zu kaufen, damit auch die einzelnen Produkte beim Fotografieren zum Anbeißen aussehen. neben den Zutaten sollten Sie auch abwechslungsreiche Küchenhelfer immer bereit haben. Unterschiedliche Teller, Schüsseln und Löffel peppen jedes Bild auf. Hier spielen vor allem auch die richtigen Farben eine große Rolle, denn sie setzen tolle Akzente. Eine tolle Harmonie entsteht, wenn Sie Komplementärfarben wie z.B. rot und grün oder auch gelb und violett verwenden.

 

2. Die Zubereitung

Wenn das Essen einmal gekocht ist, sollte keine Zeit vertrödelt werden. Mise en place gilt auch für die Food-Fotografie. Denn viele Speisen fallen schnell zusammen und sehen unappetitlich aus. Und auch das Servieren ist wichtiger Punkt. Pasta beispielsweise sieht viel ansprechender aus, wenn sie mit Gabeln aufgerollt wird anstatt einfach nur mit der Kelle auf den Teller geschüttet wird. Dafür die Pasta al dente Kochen, so erhalten Sie eine gute Form beim Aufwickeln. Bei Gemüse sollten Sie darauf achten, die Leuchtraft der Farben zu erhalten. Eine schonende Garung ist das A und O. Frische Kräuter machen sich ebenfalls immer gut auf Food-Fotos. Fleisch sollten Sie vor dem Anrichten immer mit etwas Pflanzenöl einpinseln, damit es bis zum fertigen Foto nicht austrocknet und lasch wirkt.

 

3. Das Anrichten

Bevor es an das Anrichten der Speisen geht, heißt es putzen, putzen putzen. Schlieren oder Fingerabdrücke auf dem Geschirr sollen auf keinem Foto zu sehen sein. Daher das Geschirr gut mit Glasreiniger und Mikrofasertuch auf Hochglanz polieren. Saucenflecken und Essensreste nach dem Anrichten mit einem feuchten Tuch vom Teller wischen. Wenn Sie Ihr Geschirr einwandfrei poliert haben, können Sie das Essen sorgfältig anrichten. Die Liebe zum Detail spiegelt sich auf jedem Ihrer Bilder wieder. Setzen Sie Ihren Schwerpunkt auf die Hauptkomponente des Gerichtes, gehen Sie sparsam mit Saucen und Beilagen um. Setzen Sie Highlights mit Kräutern, Beeren und Käse- oder auch Schokoraspeln – je nach Gericht.

Die richtigen Accessoires geben Ihrem Food-Foto das perfekte Finish. Suchen Sie sich eine tolle Tischdecke oder einen Untergrund aus, auf dem Sie das Gericht platzieren. Tolles Besteck, schicke Gläser und ein paar rohe Zutaten neben dem Teller schaffen neue Möglichkeiten bei der Bilddarstellung. Bekannte Hilfsmittel aus der Bildgestaltung wie die Fibonacci Spirale ergeben ein harmonisches Bild.

 

Food-Foto Tipp: Die Aufnahme

 

1. Das Objektiv

Für die Food-Fotografie eignet sich beinahe jedes Objektiv. Je nach Geschmack des Fotografen können aber individuelle Objektive eine eigene Handschrift hinterlassen.

Ein schönes Bokeh erhalten Sie mit Festbrennweiten von 50 bis 120 mm mit Lichtstärken zwischen f/1.8 und f/1.2.

Einige Fotografen setzen bei der Food-Fotografie auch auf lichtstarke Makroobjektive mit einer Lichtstärke von f/2.5 oder f/2.8.

Seien Sie kreativ und testen Sie ein Gericht Ihrer Wahl mit unterschiedlichen Objektiven und Schärfeeinstellungen. Ein extremer Unschärfenverlauf hat ebenso seinen Reiz wie ein gestochen scharfes Bild. Für eine optimale Kontrolle der Schärfe bieten sich beispielsweise auch Tilt-Shift-Objektive an.

 

2. Der Hintergrund

Je nachdem für welchen Zweck Sie Ihr Food-Foto ablichten, ändern sich auch die Ansprüche an das Bild. Für Bildportale, in der Werbung oder für Produktverpackungen sollten Sie Freisteller generieren. Dafür verwenden Sie am besten einen Aufnahmetisch oder einfarbige Hintergründe.

Bei Bildern für den privaten Gebrauch, zur Illustration von Rezepten, Kochbüchern oder Food-Magazinen können Sie richtig Gas geben und auf vielseitige Elemente wie einen Holztisch, bunte Tischdecken oder auch Schieferplatten setzen. Ob Tisch, Boden oder ein Schneidebrett - Sie sollten lediglich darauf achten, dass Ihr Essen zum Hintergrund passt.

 

3. Das Licht

Beim Ablichten eines Stilllebens wie Ihrem Gericht hängt es stark von der Beleuchtung ab, ob Ihr Bild ein Hit wird. Im optimalen Fall präsentieren Sie Zutaten und Speisen in einem natürlichen Licht, wie in der Nähe eines Fensters. Ist das Tageslicht allerdings nicht ausreichend oder es ist schon zu später Stunde, können Sie sich auch gut mit einem Studioblitz oder Softboxen aushelfen. Der walimex Studioblitz liefert Ihnen ein neutrales, weitgestreutes und dezentrales Licht. Die walimex pro Soft LED Daylights schaffen ein besonders weiches und hochwertiges Licht.

 

Food-Foto Tipp: Tipps von Profis

 

1. Food Styling

Wenn nur die Ästhetik und nicht der Geschmack zählt, können Sie ihr Gericht mit einfachen Hausmittelchen stylen. Einer der bekanntesten Tricks in der Food-Fotografie ist das künstliche Erzeugen von Dampf. Professionelle Food-Fotografen positionieren kleine Nebelmaschinen oder Trockeneis hinter den Tellern. Weniger aufwendig geht es mit einem getränkten Wattebausch, der in der Mikrowelle kurz erhitzt und hinter den Teller gelegt wird.
Wasserperlen sorgen für ein knackiges und frisches Bildmotiv. Dafür sprühen Sie Ihr Gericht mit Acrylspray ein und tragen anschließend eine Mischung aus Wasser und Glyzerin gezielt auf Ihre Leckereien auf. Die Speisen dürfen allerdings danach nicht mehr verzehrt werden!
Knusprige Bräune bei Fleisch oder Aufläufen können Sie schnell und einfach ohne Hitze zaubern, indem Sie Ihre Speisen mit etwas brauner Lebensmittelfarbe bestreichen. Schmeckt zwar nicht, sieht aber gut aus.

 

2. Wiedererkennungswert

Sie müssen sich nicht immer auf das perfekte Bild versteifen. Auch ein Schnappschuss kann richtig gut aussehen, wenn man die Liebe zum Detail wiedererkennt. Überlegen Sie, welche Handschrift Sie Ihren Bildern mitgeben möchten. Eine hohe Unschärfe oder doch lieber gestochen scharf? Immer dunkle Hintergründe oder korrekt weiß? Mit dem Essen kleckern oder alles akkurat angerichtet? Stöbern Sie in verschiedenen Food-Magazinen und schauen Sie, was Ihnen selbst gut gefällt.

 

3. Bildbearbeitung

generell sollten Sie immer Ihre Bilder im RAW-Format schießen. So haben Sie auch nach dem Shooting die Möglichkeit, die Bilder in Lightroom und Co. nachzubearbeiten. Auch hier gilt: Setzen Sie um, was Ihnen gefällt. Aber weniger ist mehr! Im Notfall können Sie auch Saucenflecken wegretuschieren, die Sie bei den Aufnahmen übersehen haben oder die Helligkeit anpassen. Auch Bildausschnitte können am Schluss noch optimal ausgesucht werden.

 

Nun kennen Sie die wichtigsten Tricks, um ein tolles Food-Foto zu schießen. Probieren Sie es doch beispielsweise mit Martin Zorns Bulgursalat. Dieser ist einfach zuzubereiten und wird nicht kalt beim Ablichten.

 

 

Hier finden Sie das Rezept zu Martin Zorns Bulgursalat:

 

Zutaten:

-       250 g Bulgur

-       3 rote spitze Paprika

-       1 Bund Petersilie

-       1 Zwiebel

-       4 Bund Lauchzwiebeln

-       5 EL Tomatenmark

-       4 EL Olivenöl

-       Salz

-       Suppenbrühe

 

Zubereitung:

  1. Bulgur in eine große Schüssel geben, mit heißer Suppenbrühe auffüllen bis der Bulgur bedeckt ist und ca. 10 Minuten quellen lassen. Ab und zu umrühren.
  2. Paprika und Zwiebeln fein würfeln, die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Petersilie hacken.
  3. Öl mit Tomatenmark verrühren und mit dem kleingeschnittenen Gemüse mischen.
  4. Die Mischung unter den gequollenen Bulgur mischen, gut durchrühren, ziehen lassen und kalt servieren.

 

Schmeckt hervorragend als Beilage zu Gegrilltem. FOTO WALSER wünscht guten Appetit!

 

Food-Fotos by Martin Zorn, Ella Don and PEXELS

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